Über meinen Job

Juli liest

Eine Momentaufnahme

Ich hatte heute einen rabenschwarzen Tag bei der Arbeit, schwärzer als schwarz. Und er war nicht so schwarz, weil mich jemand kritisiert hätte oder ich einen Fehler gemacht hätte oder mir jemand blöd gekommen wäre – ganz im Gegenteil. Ich habe alles richtig gemacht.

Aber vielleicht von vorn. Ich hatte es hier noch nie so richtig erwähnt, warum auch. Nachdem ich dreieinhalb Jahre bei einem Elternstadtmagazin gearbeitet hatte, bin ich seit letztem Frühjahr „Sozialpädagogin“. „Sozialpädagogin“? Wie kann das denn sein? Hatte sie nicht Literaturwissenschaft studiert? Ja, hatte sie.

Doch plötzlich bin ich „Sozialpädagogin“. Ich sitze „bei den Sozialpädagogen“. Ich bin die, zu der Schüler gehen, wenn sie „zur Sozialpädagogin“ gehen sollen. Und im schlimmsten Fall bin ich auch „die Sozialpädagogin“, die psychologische Erstberatung machen soll, wenn zum Beispiel ein Schüler während einer Prüfung zusammengebrochen ist. Das sind die schlechten Tage in meinem relativ neuen Job.

An den guten…

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